Breitbandausbau – Markterkundung gestartet

Die Markterkundung zur Feststellung der aktuellen Versorgungslage mit Breitband im Landkreis wurde gestartet und läuft bis Mitte Juni. Bis Anfang Juli sollen die Auswertungsergebnisse vorliegen.

Bei der Markterkundung sollen alle Anschlusspunkte (Wohngebäude, Gewerbe und Institutionen) des gesamten Landkreises erfasst und bisherige Daten auf einen einheitlichen Stichtag aktualisiert werden. Ermittelt werden nicht nur die sogenannten „weißen Flecken“ (Gebiete, die keine Versorgung mit Internetgeschwindigkeiten im Download von 30 Mbit/s aufweisen), sondern auch die „grauen“ (Gebiete, in denen derzeit Internetgeschwindigkeiten im Download von unter 100 Mbit/s bestehen).

Zusätzlich werden bei sogenannten „sozioökonomischen Treibern“ Unternehmen mit 3 bis 125 Mitarbeitern auch außerhalb von Gewerbegebieten ermittelt, bei denen derzeit Internetgeschwindigkeiten bei Up- und Download von 200 Mbit/s nicht erreicht werden und darüber hinaus alle Gewerbestandorte in Gewerbegebieten mit weniger als 500 Mbit/s im Download.

Mit dieser Maßnahme soll gleichzeitig kontrolliert werden, ob und wo die Eigenausbauzusagen der Telekommunikationsunternehmen umgesetzt und eingehalten werden, da der eigenwirtschaftliche Breitbandausbau der Unternehmen gegenüber dem geförderten Breitbandausbau Vorrang hat. Die Ergebnisse werden im Geoportal des Landkreises im Themenbereich Infrastruktur veröffentlicht und sind für alle Bürger einsehbar und damit die Aussagen zum Ausbau überprüfbar.

Bei einem Markterkundungsverfahren (MEV) sind alle im abgefragten Gebiet präsenten Telekommunikationsunternehmen gesetzlich verpflichtet, sämtliche Anschlüsse mit Up- und Downloadgeschwindigkeiten sowie die Ausbaupläne für die nächsten drei Jahre der durchführenden Behörde innerhalb von acht Wochen zu melden.

Hintergrund:
Die geförderten Breitbandausbauprojekte die bisher im Landkreisterritorium gestartet wurden, basieren alle auf unterschiedlichen Analysen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in nicht einheitlichen Qualitäts- und Dokumentationsstandards. Digitalisierungsprojekte auf dieser Datenbasis sind nicht mehr möglich. Auch werden sinnvolle Ergänzungsprojekte voraussichtlich nur noch in gebietskörperschaftsübergreifenden Clusterprojekten erfolgreich zu realisieren sein.